Neulich dachte ich an etwas, das mich früher viel mehr beschäftigt hat als heute.
Dieses leise Gefühl von
„Noch nicht ganz bereit.“
Nicht laut.
Nicht dramatisch.
Eher so ein stiller Begleiter, der irgendwo im Hintergrund mitläuft.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie mein Englisch angefangen hat.
Nicht mit einem Plan.
Nicht mit einem Sprachaufenthalt.
Sondern irgendwo zwischen
„Reich und Schön“
und „The Young and the Restless“.
Ich habe einfach umgestellt.
Zugehört.
Sätze aufgeschnappt, die im Alltag plötzlich Sinn gemacht haben.
Nicht perfekt.
Aber lebendig.
Später, im Job, wurde es dann… konkreter.
Meetings. Gespräche. Situationen, in denen man nicht einfach weghören konnte.
Und ja, ich habe Fehler gemacht.
Wahrscheinlich mehr, als ich heute noch weiss.
Manche Sätze klangen schräg.
Manche Wörter fehlten.
Und manchmal wusste ich mitten im Satz nicht mehr, wie er eigentlich enden sollte.
Ich habe trotzdem weitergesprochen.
Was ich heute daran fast ein bisschen schön finde:
Es ging nie darum, alles richtig zu machen.
Es ging darum, da zu bleiben.
Im Gespräch.
Im Moment.
Bei mir.
🩷🩷🩷
Wenn ich heute auf diese kleinen Punkte auf der Weltkarte schaue,
an Orte, die ich nie geplant habe zu erreichen,
fühlt sich das nicht wie ein Beweis an.
Eher wie eine stille Erinnerung.
Dass vieles nicht entsteht, weil es perfekt ist.
Sondern weil es weitergeht.
🩷🩷🩷
Ich musste nicht besser werden, bevor ich angefangen habe.
Ich musste nicht warten, bis es sich sicher anfühlt.
Ich habe einfach irgendwann nicht mehr aufgehört.
🩷🩷🩷
Vielleicht ist das der Teil, über den wir so selten sprechen.
Nicht der Anfang.
Nicht das Ziel.
Sondern dieses Dazwischen,
in dem Dinge einfach weiterlaufen dürfen,
auch wenn sie noch nicht fertig sind.
🩷🩷🩷
Und vielleicht reicht das manchmal schon.
Alles Liebe,🩷
