Bin ich eigentlich ein Projekt?

Ich sass beim Mittagessen auf ein paar Steinen.
Eigentlich war ich einfach nur hungrig.
Nicht auf eine Erkenntnis.
Nicht auf einen Aha-Moment.
Nicht auf die nächste grosse persönliche Entwicklung.
Einfach auf mein Mittagessen. 🤣

Schmetterling auf Steinen während einer Wanderung in der Natur

Dann sah ich ihn.

Einen Schmetterling.

Er sass ein kleines Stück von mir entfernt auf den Steinen und schien überhaupt keine Ahnung davon zu haben, dass ich gerade mitten in einem wunderschönen Moment sass.

🩷🩷🩷

Oder vielleicht hatte er es einfach besser verstanden als ich.

Ich beobachtete ihn eine Weile.

Und plötzlich musste ich über mich selbst lachen.

Denn wie oft machen wir eigentlich aus uns selbst ein Projekt?

Wir lesen etwas.
Wir hören einen Podcast.
Wir entdecken ein Thema, das uns berührt.

Und schon geht es los.

„Daran könnte ich auch noch arbeiten.“
„Das sollte ich mir genauer anschauen.“
„Da gibt es bestimmt noch etwas dahinter.“

Und ehe man sich versieht, hat man aus einem ganz normalen Leben ein persönliches Entwicklungsprogramm gemacht.

Mit Hausaufgaben.

🩷🩷🩷

Ich kenne das ziemlich gut.

Ich liebe es, Dinge zu entdecken.

Ich liebe neue Gedanken.

Ich liebe diese Momente, in denen plötzlich etwas klickt und ich denke:

Ach sooooo.

Deshalb!

Und natürlich will ich verstehen, was in mir passiert.

Aber manchmal frage ich mich inzwischen:

Wann darf etwas einfach nur schön sein?
Wann darf ich etwas erleben, ohne daraus sofort etwas über mich lernen zu müssen?
Wann darf ein Schmetterling einfach ein Schmetterling sein?

🩷🩷🩷

Vielleicht müssen wir nicht jeden inneren Impuls sofort verfolgen.

Vielleicht muss nicht jede Unruhe eine Aufgabe bekommen.

Vielleicht muss nicht aus jedem „Das würde ich gerne verändern“ gleich ein „Daran muss ich jetzt arbeiten“ werden.

Manchmal darf ein Gedanke auftauchen.

Da sein.

Und wieder weiterziehen.

Wie dieser Schmetterling.

🩷🩷🩷

Er blieb nicht besonders lange.

Irgendwann flog er weiter.

Ohne Abschluss.
Ohne Erkenntnis.
Ohne zu prüfen, ob ich auch wirklich etwas daraus mitgenommen hatte.

Ich musste wieder lachen.

Vielleicht war genau das die Erkenntnis.

Oder auch nicht.

🩷🩷🩷

Seitdem beobachte ich mich ein bisschen dabei.

Nicht mit einem neuen Programm.

Keine Sorge.

Einfach nur mit etwas mehr Neugier.

Wenn ich merke, dass aus Interesse plötzlich Druck wird.

Aus einem Wunsch eine Pflicht.

Aus Entwicklung wieder etwas, das ich erledigen möchte.

Dann erinnere ich mich manchmal an diesen kleinen Schmetterling auf den Steinen.

Und daran, dass ich vielleicht gar nicht immer irgendwohin muss.

Vielleicht bin ich manchmal schon genau da.

Mit meinem Mittagessen.
Mit meinen Gedanken.
Mit meinem Leben.

Und vielleicht ist das für den Moment mehr als genug.


Alles Liebe,

Unterschrift Manuela Portmann

PS: Mit kleinen Gedanken, leisen Aha-Momenten und als Willkommen dein 3-Minuten-Herz-Moment 🩷. [Hier darfst Du Dir deinen Spirit & Brain Spark gönnen].



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